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Sonntag 26.05.13, 21:21 Uhr

“Schreddern Spitzel Staatsversagen”

wir dokumentieren hiermit den Vortrag von Kerstin Köditz für alle noch Interssierten unter:

http://www.linksdiagonal.de/wp-content/uploads/2013/04/130430 schreddern vortrag in bochum kerstin koeditz.mp3

Sonntag 28.04.13, 13:22 Uhr

Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen…

…unter diesem Titel steht die Veranstaltung vom Bochumer “Bündnis gegen Rechts”, zusammen mit ver.di Bezirk Bochum-Herne und Kinder- und Jugendring Bochum e.V. am Dienstag 30.4.2013 um 19.30 im ver.di Gewerkschaftshaus Universitätsstrasse 76.
Kerstin Köditz, Obfrau der Linken im sächsichen “NSU”-Untersuchungsausschuss, berichtet über die Vertuschungstaktik des Inlandsgeheimdienstes, mangelndes Aufklärungsinteresse der sächsichen Staatsregierung und eine unfähige Polizei.Angesichts von mindestens 24 “V-Leuten” im Umfeld des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (s.Frankfurter Rundschau vom 3.4.2013), stellt sich nicht nur die Frage nach der Steuerung oder sogar Beteiligung des Verfassungsschutzes an den Morden des “NSU”. Viel wichtiger sind die politischen Schlussfolgerungen und die politischen Forderungen, die von denen erhoben werden, die antifaschistische Arbeit machen. Für Kerstin Köditz hat diese Frage klar beantwortet:”Man kann den Verfassungsschutz nicht reformieren,man muss ihn abschaffen”. Das wird das Thema dieser wichtigen Veranstaltung sein.

Sonntag 07.04.13, 15:51 Uhr

Erinnerung an die Zwangsfusion

Am 14. April vor fünf Jahren schrieb Henry Wahlig unter der Überschrift “Das verdrängte Jubiläum” in der Bochumer WAZ: “Der VfL Bochum feiert Geburtstag - und will selbst doch nichts davon wissen. Schließlich war es Bochums Nazi-Oberbürgermeister Otto Piclum, der heute vor 70 Jahren dafür sorgte, dass sich die Klubs Germania, TuS und TV 1848 Bochum zum VfL Bochum in seiner jetzigen Form vereinigten.” Als das Bochumer Bündnis gegen Rechts vor etlichen Monaten bei Henry Wahlig anfragte, ob er bereit wäre, zum 75 Jubiläum des VfL in Bochum einen Vortrag zu halten, teilte er mit, dass der VfL inzwischen einen Forschungsauftrag an Historiker der Ruhr-Uni vergeben hat, dieses Kapitel der Vereinsgeschichte aufzuarbeiten und selber an die Zwangsfusion im Faschismus erinnern wird. Am nächsten Sonntag, den 14. April werden ab 11 Uhr auf einer Matinee im Bochumer Stadtarchiv erste Forschungsergebnisse präsentiert. Näheres. Das Bündnis gegen Rechts ist Mitveranstalter und begrüßt es, dass der VfL jetzt offensiv mit seiner Geschichte während des Faschismus umgeht. Eröffnet wird die Matinee u. a. von Frank Goosen, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL. Er ist Historiker und soll maßgeblich für den Kurswechsel im Umgang mit der eigenen Geschichte des Vereins verantwortlich sein.

Samstag 09.03.13, 11:44 Uhr
Weg frei für Rassisten - Flüchtlinge müssen weichen:

Ein erbärmliches Signal

Mit ca 30 TeilnehmerInnen startete heute Pro NRW in Wattenscheid-Leithe eine Tour durch NRW, bei der zwei Wochen lang täglich vor zwei Flüchtlingsunterkünften Hetzreden gehalten werden sollen. Etwa 250 Menschen demonstrierten gegen diesen Aufmarsch. Ihr Protest richtete sich aber auch gegen die Polizeiführung, die eine solche Provokation direkt vor einer Flüchtlingsunterkunft zugelassen hatte. Die ehemalige Holland-Schule stand heute leer. Die Flüchtlinge waren vom Sozialamt der Stadt evakuiert worden. So hörte niemand die Reden von Pro NRW. Die GegendemonstrantInnen waren konditions- und lautstark. Vor dem Eintreffen des Demonstrations-Wandezirkusses hatte Ulrich Borchers noch einmal an seinen Brief an die Polizeipräsidentin und die Oberbürgermeisterin erinnert. Hierin hieß es: “Die Vorstellung, dass ausgerechnet die Menschen, die hier in Deutschland Zuflucht vor rassistischer Diskriminierung, Volksverhetzung, Pogromen und kriegerischer Gewalt suchen, nun auch an diesem Ort direkt und unausweichlich von rassistischen Organisationen bedroht werden sollen, ist unerträglich.” Und wenn nun die Flüchtlinge weichen müssen und den Rassisten von der Polizei der Weg frei gemacht wird, dann sei das ein erbärmliches gesellschaftliches Signal. (weiterlesen)

Mittwoch 06.03.13, 11:40 Uhr

Pro NRW darf direkt vor dem
Flüchtlingsheim hetzen

Pro NRW darf nach Auskunft der Polizei seine NRW Tour am kommenden Samstag direkt vor der Flüchtlingsunterkunft in der Froebelstraße in Wattenscheid starten. Hier soll Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht werden. Ein Bündnis aus zahlreichen Bochumer Organisationen ruft zum Protest unter dem Motto auf: Flüchtlinge Willkommen! Nazis haut ab! In dem Aufruf heißt es: Jetzt sind sie bald wieder unterwegs: die Hetzer von „Pro NRW“. „Pro NRW“ ist hervorgegangen aus der Kampagne gegen den Bau einer Moschee in Köln. „Pro NRW“ ist ein Sammelbecken reaktionärer Personen, von denen viele bereits in der NPD und bei den Republikanern organisiert waren. Pro NRW wird aus dem Spektrum der militanten Neonazis unterstützt. Mit einer „Rundreise“ durch NRW will „Pro NRW“ jetzt vor den, wie es in ihrem Jargon heißt, „Brennpunkten des Asylmissbrauchs“ eine weitere rassistisch motivierte Kampagne starten. Die erste Kundgebung in NRW ist am 9. 3. 2013 vor der ehemaligen
Hollandschule in Wattenscheid-Leithe angekündigt. (weiterlesen)