20 Jahre Rostock-Lichtenhagen –
Rassistische Kontinuitäten

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts, ver.di, die Amnesty International Hochschulgruppe und der Jugendring laden am Mittwoch den 29. August um 19.00 Uhr  im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 ein, um an die rassistischen Übergriffe vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen zu erinnern.”Im August 1992 zeigen hässliche Deutsche, wozu sie fähig sind: In Rostock-Lichtenhagen wüten mehrere tausend Anwohner tagelang vor der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber und einem Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter. Von lautem Jubel begleitet fliegen Steine und Brandsätze in die Wohnungen, aufgehetzte Bürger grölen rassistische Parolen. Das es keine Toten gibt, grenzt an ein Wunder” (taz, 13.08.12). Die menschenverachtenden Übergriffe in Rostock führten nicht etwa zu einer notwendigen Solidarisierung mit den Flüchtlingen, sondern zur faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl in Deutschland. Als Referenten stehen Volker Maria Hügel (Vorstandsmitglied von “Pro-Asyl”, Flüchtlingsrat NRW) und Jan Raabe (Autor des Buches “Rechtsrock” ) zur Verfügung. ZeitzeugInnen berichten über die nicht weniger dramatischen Zustände in Bochum und Umgebung.

Zeitung gegen die Grauen Wölfe

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat eine Zeitung veröffentlicht, mit der über die Grauen Wölfe aufgeklärt wird. Diese Zeitung gegen Rechts soll in den nächsten Tagen schwerpunktmäßig in Dahlhausen verteilt werden. Das Blatt informiert über die Geschichte der Grauen Wölfe und setzt sich mit ihrer faschistischen Ideologie auseinander. Es werden Alternativen zu ihrer Spaltungs- und Ausgrenzungspolitik aufgezeigt. Im Mittelteil der Zeitung begründen neun prominente BochumerInnen, warum sie den Grauen Wölfen “die Rote Karte” zeigen.
Die Zeitung als PDF-Datei.

Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“

Das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ und SJD-Die Falken zeigen die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ vom 21. 11. bis 26. 11. 2011 in der Realschule Höntrop, Höntroper Str. 99, 44869 Bochum. Die NPD unterhält nach wie vor ihre Landeszentrale in Bochum-Wattenscheid. Die Ausstellung zeigt, welche Inhalte von NPD und anderen Neonazis vertreten werden, welche Strukturen in dieser Szene gelten und wie sie in der Öffentlichkeit auftreten.
Die Ausstellung kann täglich besucht werden in der Zeit von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr.
Anmeldungen zur Besichtigung über das Sekretariat der Realschule Höntrop, Tel.: 02327 – 974710 oder Info@bochumgegenrechts.de

Nazis, Facebook & Co

Am Donnerstag, 14. Juli findet um 18.30 Uhr in der Volkshochschule im Gertrudiscenter, Alter Markt 1, Bochum-Wattenscheid ein Vortrag von Michael Weiss, Berlin, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz) statt. Das Thema: Nazis, Facebook & Co – Die extreme Rechte in Social Networks.
Die „Social Networks“ wie Facebook, MySpace oder wer-kennt-wen dienen auch der extrem rechten Szene zur Vernetzung. Sie öffnen Räume für Propaganda und Werbung. In eigens geschaffenen Gruppen gestalten Neonazis einen virtuellen Sozialraum, tauschen Materialien und Termine aus, organisieren Aufmärsche oder „Nationale Grillabende“. In hunderten Gruppen verknüpfen sie „populistische“ Forderungen mit neonazistischen Parolen und erreichen eine bedenklich hohe Anzahl Unterstützer_innen.
Vor allem wird in den „Social Networks“ nachvollziehbar, wie neonazistische Identiät in ein „ganz normales“ Alltagsleben – bestehend aus Techno-Event und Freiwilliger Feuerwehr – eingepasst werden kann. Der Vortrag von Michael Weiss vom apabiz gibt, insbesondere am Beispiel der Internet-Community wer-kennt-wen, Einblicke in die vielfältigen neonazistischen Aktivitäten in „Social Networks“. Wie bedeutend ist der virtuelle Raum als Kontaktbörse, Austauschplattform oder Propagandamedium?
Erreicht man so mehr Menschen als wenn man durch abgeschirmte, menschenleere Vororte marschiert? Oder sind die Netzwerke zu substanzlos und unverbindlich, um von einer „neuen Gefahr“ zu reden? Und: Wie kann man dagegen intervenieren?
Veranstalter: Bochumer Bündnis gegen Rechts, Bochumer Kinder- und Jugendring, AStA der Ruhr-Universität, Volkshochschule Bochum, SJD Die Falken

Den Grauen Wölfen entgegentreten

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat heute einen Aufruf veröffentlicht, der über die Grauen Wölfe informiert und auf deren Aktivitäten in Bochum aufmerksam macht. Einleitend heißt es: »Mit großer Empörung haben wir in den letzten Monaten von der Gründung neuer Zentren der Grauen Wölfe in Bochum erfahren. Sowohl auf der Hermannshöhe als auch in Dahlhausen haben sie ihre Niederlassungen und versuchen, ihr antidemokratisches, nationalistisches, rassistisches und antisemitisches Weltbild zu verbreiten. Unter dem Namen der faschistischen Dachorganisation „Türk Federasyon“, die in Frankfurt ihren Sitz hat, werden so jahrzehntelange gute Ansätze interkulturellen Zusammenlebens in Bochum torpediert. Gemeinsame Initiativen in Stadtteilen, in Vereinen, Betrieben, Gewerkschaften und Schulen werden erschwert. Statt Zusammenarbeit und Solidarität praktizieren sie Ausgrenzung, Polarisierung und menschenverachtende Propaganda.« Das Bündnis fordert dazu auf, den Aufruf zu unterzeichnen. Der Aufruf im Wortlaut.