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Samstag 09.05.15, 21:12 Uhr

“NSU”-Komplex auflösen!

Am Dienstag 12.Mai lädt die Linksfraktion zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Rechtsterrorismus ein. Mit dem 8.Mai ist der Rechtsterrorismus nicht verschwunden. In der Bundesrepublik sind bis heute rechtsterroristische Netzwerke aktiv. Die Initiative “Keupstrasse ist überall” und das Projekt “NSU-watch” streiten für die Unterstützung und die Selbstorganisation der vom “NSU”-Terror Betroffenen, für die Aufklärung der “NSU”-Verbrechen und die Auflösung des Verfassungsschutzes. Schließlich hat der deutsche Inlandsgeheimdienst die gewaltbereite rechte Szene Jahrzehnte durch Zahlungen an V-Leute mitfinanziert, und weitere Verstrickungen sind bis heute nicht aufgeklärt. Auf der Veranstaltung stellen sich die Initiativen vor und diskutieren die Perspektiven für die zukünftige Arbeit, auch nach dem Ende des “NSU”-Prozesses. Am 12.5.2015 um 19.30 bei ver.di Bezirk Bochum-Herne Universitätstrasse 76 44789 Bochum. Eine Veranstaltung aus der Veranstaltungsreihe “70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg” von DIE LINKE im Rat der Stadt Bochum.

Mittwoch 06.05.15, 20:58 Uhr

Antifaschistischer Gefangenengang

In mehreren Transporten sollten am 29.3.1945 über 500 Gefangene aus der aufgelösten Haftanstalt Krümmede nach Celle und Hameln evakuiert werden. Vielen Gefangenen gelang die Flucht. Eine Gruppe wurde per Fussmarsch über die Wittener Strasse nach Dortmund-Hörde zur Gestapo-Zentrale gebracht. In der Bittermark in Hörde wurden viele der Gefangenen von der Gestapo erschossen, unter ihnen die Bochumer Antifaschisten Eversberg, Schröter und Wiegold. An das Schicksal dieser Gefangenen soll der Gang erinnern und er führt von der Krümmede über den Ehrenrundplatz auf dem Freigrafendamm bis nach Altenbochum. Beginn um 16.00 am 10.5.2015 Außenpforte Krümmede 3. Eine Veranstaltung der VVN-BdA und kirchlicher Gruppen (aus der Veranstaltungsreihe vom Bochumer “Bündnis gegen Rechts” und anderen zum 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus).

Montag 04.05.15, 20:31 Uhr

Erinnerung an die Opfer des Faschismus

Am 8. Mai 2015 ist der 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus. An diesem Tag erinnert das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ mit einem Rundgang um 16.00 auf dem Zentralfriedhof Freigrafendamm an die Opfer des Faschismus und an diejenigen, die aktiven Widerstand gegen die faschistische Diktatur geleistet haben. Sowjetische Kriegsgefangene und ZwangsarbeiterInnen haben ihr Leben verloren, genauso wie ZwangsarbeiterInnen anderer Nationalitäten. Widerstand gegen den Faschismus wurde vor allem geleistet durch Mitglieder der KPD, der SPD und der Gewerkschaften. An sechs Stationen auf dem Friedhof erinnern Ursula Balt (Pax Christi), Felix Lipski (Jüdische Gemeinde), Regine Hammerschmidt und Rolf Geers (Kinder- und Jugendring), Michael Niggemann (VVN-BdA), Thomas Eiskirch (SPD) und Timm Ackermann (DGB-Jugend) an die Opfer des Faschismus.
Die Ideologie der NSDAP war geprägt vom Rassismus, von Ausgrenzung anderer Glaubensrichtungen, politischer Überzeugungen und Organisationszugehörigkeit. Diese Ideologie gipfelte in der Vernichtung der europäischen Juden und dem Krieg gegen die Sowjetunion. Ein Verdrängen, Vertuschen oder Vergessen der Verbrechen des deutschen Faschismus darf es nicht geben.
Es bleibt auch heute eine aktuelle Aufgabe, gegen Neonazis, rechte Parteien, „Freie Kameradschaften“ und „Pegida“ klare Ablehnung zu vertreten.

Mittwoch 29.04.15, 14:18 Uhr

Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer

Die Gestapo erschoss am 9.April 1945, wenige Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, 20 Menschen und verscharrte sie im Stadtpark. Nach der Befreiung im Mai 1945 wurden die Leichen ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Sevim Dagdelen (MdB/DIE LINKE) wird an dieses Verbrechen der Gestapo erinnern. Dies ist eine Veranstaltung der VVN-BdA und beginnt am 5.Mai um 17.00 an der Gedenktafel im Stadtpark Bochum, Haupteingang Bergstrasse (aus der Veranstaltungsreihe vom Bochumer “Bündnis gegen Rechts” und anderen zum “70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg”).

Dienstag 04.11.14, 08:18 Uhr

Versagen, Verschulden, Verbrechen?
Wieviel Staat steckt im NSU?

Am Montag, den 10. November, findet um 19:30 Uhr im ver.di-Haus, Universitätstr. 76, Bochum eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Martina Renner statt. Das Thema: Versagen, Verschulden, Verbrechen? Wieviel Staat steckt im NSU?
Im Bericht des Untersuchungsausschusses „Rechtsterrorismus und Behördenhandeln“ des Thüringer Landtages wird der Verdacht geäußert, dass „die Behörden des Freistaats zwischen 1998 und 2003 kein Interesse an einem Aufgreifen der drei flüchtigen Bombenbastler Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe haben könnten und entsprechend handelten“. An anderer Stelle dieses NSU-Untersuchungsauschuss-Berichtes heißt es, dass „die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen … auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen“ zulassen. Der Verfassungsschutz habe „wichtige Informationen zurückgehalten“ und „zumindest mittelbar die Flüchtigen geschützt“.
Martina Renner ist Bundestagsabgeordnete Der Linken und war stellv. Vorsitzende im thüringischen Untersuchungsausschuss zum NSU. Sie wird in ihrem Vortrag begründen, warum der Staat mitverantwortlich ist für die Verbrechen des „NSU“. (weiterlesen)