
Der Bochumer Kinder-und Jugendring und das Bündnis gegen Rechts haben am 8. Mai bei dem traditionelle Rundgang auf dem Hauptfriedhof am Freigrafendamm an den 81. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus erinnert. Uli Borchers vom Bündnis gegen Rechts führte in seiner Begrüßungsrede noch einmal vor Augen, dass allein auf diesem Friedhof 1800 Zwangsarbeiter:innen beerdigt sind. (Das Redeskript)
Felix Lippski, einer der letzten Lebenden, die den Holocaust überstanden haben, erinnerte daran: „Im Zweitem Weltkrieg haben 60 Millionen Menschen ihr Leben verloren, fast die Hälfte davon waren Zivilisten. Jeder Zehnte war Jude. Das sowjetische Volk zahlte einen hohen Preis für den Sieg. 27 Millionen Menschen starben, 12 Millionen davon waren Soldaten und Offiziere.“ (Das Redeskript)
Michael Niggemann von der VVN – BdA erinnerte am Ehrenrundplatz am Eingang des Friedhofes an den Widerstand gegen das faschistische Regime: „Diese Gräber verweisen darauf, dass es Widerstand gegen den Faschismus und Krieg in Deutschland kontinuierlich gegeben hat. Auch wenn diejenigen, die Widerstand leisteten oder in anderen Formen ihre Gegnerschaft zum Faschismus zeigten, eine Minderheit darstellten, hat ihr Einsatz bis heute eine hohe politische und moralische Bedeutung.“(Das Redeskript)
Dennis Huy und Sebastian Cramer von der DGB Jugend stellten die Frage: Frage ist: „Was bedeutet der 8. Mai heute? Denn auch heute erleben wir wieder rechte Hetze, Angriffe auf demokratische Institutionen und Versuche, Menschen gegeneinander auszuspielen.
Und wir erleben Angriffe auf Gewerkschaften und politische Bildung. Die AfD stellt sich offen gegen Mindestlohn, Tarifbindung und Mitbestimmung. Gleichzeitig greift sie Gewerkschaften und Jugendverbände an – auch uns als DGB Jugend. Uns wird vorgeworfen, wir seien „nicht neutral“. Aber dazu gehört eine klare Antwort: Demokratie ist nicht neutral gegenüber Menschenfeindlichkeit. Gewerkschaften sind nicht neutral, wenn Beschäftigte ausgegrenzt oder gegeneinander ausgespielt werden. Und Erinnerungskultur ist nicht neutral gegenüber Faschismus.“(Das Redeskript)
Bilder vom Rundgang:








