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Mittwoch 31.08.16, 21:56 Uhr

DaSKuT? - Nicht schon wieder!

Für den 4.9.2016 hat “DaSKuT” erneut eine Kundgebung in Bochum angemeldet. Diese Gruppe, ein eindeutiger Pegida-Ableger, will nun zum zweiten Mal nach dem 19. Juni rassistische Positionen vertreten und gegen Flüchtlinge hetzen. Die politische Zuordnung von “DasKuT” wird auch daran deutlich, dass am 19. Juni eine Bundestagskandidatin der NPD (!) zu den RednerInnen gehörte. Diesmal wird “DaSKuT” um 19 Uhr am Kuhhirten auftreten und es wird auch dieses Mal Protest geben. Flüchtlinge, die in Bochum leben, UnterstützerInnen, die eng mit Flüchtlingen zusammenarbeiten, und alle anderen Menschen, die rassistische Inhalte und Reden aus Überzeugung ablehnen, müssen sich von “DaSKuT” provoziert fühlen und sollen und werden dies auch zeigen. Vorbereiten werden wir uns auf die Aktion gegen”DaSKuT” ab 15.00. Die Antifa Bochum und das Soziale Zentrum laden ein zum Treffen auf den Schmechtingwiesen. Dort können wir unser Vorgehen besprechen, miteinander reden, Musik hören, zu Essen gibt es auch. Gegen 18.00 werden wir in die Innenstadt gehen mit dem Ziel, uns gründlich über “DaSKuT” zu informieren. Nach den Erfahrungen vom 1. Mai und vor allem vom 19. Juni ist nicht beabsichtigt, eine eigene Kundgebung anzumelden. Die Anmeldung einer eigenen Kundgebung schützt nicht vor polizeilicher Aggressivität. Für uns gilt die Versammlungsfreiheit, niemand kann uns daran hindern, an einer öffentlichen Kundgebung auch einer “rechten” Organisation teilzunehmen. Das werden wir tun.

Freitag 26.08.16, 09:21 Uhr

Schützen Sie uns vor dieser Polizei

Polizeiübergriff am 19. Juni 2016

Mit einem „Offenen Brief“ an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und den Oberbürgermeister der Stadt Bochum Thomas Eiskirch hat das „Bündnis gegen Rechts“ das Vorgehen der Polizei in Bochum am 1.Mai und am 19.Juni heftig kritisiert. Gestern wurde der „Offene Brief“ in einer Pressekonferenz vorgestellt. Uli Borchers vom „Bündnis gegen Rechts“ vertrat die Einschätzung, dass insbesondere am 1. Mai und am 19. Juni das polizeiliche Vorgehen eine drastische Veränderung zu den Demonstrationen der letzten Jahre gezeigt hat. Die große Anzahl der anwesenden und eingesetzten Polizeikräfte, die Anwesenheit von Wasserwerfer und Reiterstaffel und der am 1. Mai kreisende Hubschrauber waren nicht nur völlig unverhältnismäßig, sondern auch bedrohlich und abschreckend. Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring konnte Beispiele dafür vortragen, dass einige der im Jugendring organisierten Gruppen sich wegen der Polizeidominanz vom 1. Mai nicht an der Menschenkette gegen Rassismus beteiligt haben. Der Kinder- und Jugendring ist dafür bekannt und anerkannt, dass die Beteiligung von jungen Menschen an Aktionen gegen rassistische Organisationen und Parteien ein Schwerpunkt der politischen Arbeit ist. (weiterlesen)

Dienstag 14.06.16, 15:48 Uhr

PROTEST UND WIDERSTAND IST NOTWENDIG, WENN

“DaSKuT” kommt. Am 19.6. wird der PEGIDA-Ableger in Bochum auftreten, auf dem Husemannplatz von 17.00 bis 19.00. Angemeldet hat die Kundgebung Branko Barkic aus Bochum-Weitmar. RednerInnen werden sein Dominik Roeseler, Mitglied des Stadtrats von Mönchengladbach und bis vor kurzem noch Mitglied von “PRO NRW” und Sigrid Schüssler, Kandidatin für die NPD in Bayern. Roeseler ist außerdem HoGeSa-Gründer und Anmelder der HoGeSa-Kundgebungen in Köln in 2015. “DaSKuT” hat mit Transparenten und Aufrufen PEGIDA NRW unterstützt. Die politische Herkunft und die Zugehörigkeit dieser Personen zu rassistischen Organisationen schafft Klarheit über ihre Ziele:Stimmungsmache gegen alle Geflüchteten. Diese Kundgebung am Tag nach der Menschenkette “Hand in Hand gegen Rassismus” zu machen, ist noch eine besondere Provokation. Deshalb kommt es darauf an, dem PEGIDA-Ableger zu zeigen, dass sie mit ihren rassistischen Positionen in Bochum keine Chance haben. Die große Öffentlichkeit am 18.6.-bei der Menschenkette und der Veranstaltung auf dem Dr-Ruer-Platz-ist die Gelegenheit, für den Protest gegen “DaSKuT” zu mobilisieren. Rassisten haben in Bochum keine Chance:”DaSKuT” soll von Angang an wissen, dass in Bochum mit laiutstarkem Protest gerechnet werden muss.

Dienstag 31.05.16, 23:47 Uhr
Einschätzung vom Bochumer „Bündnis gegen Rechts“

Protest gegen die NPD am 1.Mai

Angemerkt sei vorweg, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Stellungnahme zum Protest gegen den NPD-Aufmarsch am 1.Mai 2016 in Bochum handelt. Genauso wenig geht es darum, nach den Erklärungen div. Organisationen, Gruppen und Parteien jetzt noch den ultimativen Kommentar vom „Bündnis gegen Rechts“ abzuliefern. Vielmehr möchten wir -etwas verspätet zwar- als Organisator und Koordinator auch unsere Einschätzung zur öffentlichen Diskussion stellen. (weiterlesen)

Dienstag 24.05.16, 11:22 Uhr

8. Mai 1945 - 6.Mai 2016 : Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg !

Auch in diesem Jahr war der “8.Mai-der Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg” Anlass für einen Rundgang auf dem Friedhof Freigrafendamm. Club STERN (Mitglied der jüdischen Gemeinde Bochum), VVN-BdA und das “Bündnis gegen Rechts” hatten dazu aufgerufen. An den Gräbern sowjetischer Kriegsgefangener, an den Grabstätten von ZwangsarbeiterInnen aus unzähligen europäischen Ländern und am Ehrenrundplatz für die ermordeten Gegner des Hitler-Faschismus wurden Blumen niedergelegt, als Ehrung und Erinnerung an ihr Schicksal. Erschreckend für alle am Rundgang Beteiligten war der Anblick der wahrlich verwahrlosten Grabstätten. Mit einem OFFENEN BRIEF an Oberbürgermeister Eiskirch soll dieser Zustand jetzt überhaupt erst mal publik gemacht werden. In diesem Brief heißt es u.a.:

“Am 6.Mai hat das “Bündnis gegen Rechts”, zusammen mit VVN-BdA und Club STERN (Shoaüberlebende der jüdischen Gemeinde Bochum) mit einem Rundgang auf dem Freigrafendamm an die Befreiung von Faschismus und Krieg erinnert. Unsere Stationen waren diesmal die Gräber sowjetischer Kriegsgefangener, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Ehrenrundplatz und die Grabanlage von Fritz Husemann. Alle Grabstätten waren in einem katastrophalen Zustand (geringfügige Ausnahmen bei Fritz Husemann). Die Inschriften auf den Steinen waren unleserlich, überall lagen Zweige und Blätter, der Boden war teilweise durchwühlt, von Blumenschmuck war nichts zusehen, am Ehrenrundplatz sind die Bäume teilweise verdorrt. Am 8.Mai 2015 waren Sie selbst Teilnehmer unseres Rundgangs und schon damals wurden Sie auf den schlechten Zustand der Grabstätten aufmerksam gemacht. Leider hat sich auch ein Jahr später nichts geändert. Wir halten es für dringend erforderlich, dass der Zustand der Grabstätten verbessert wird, eine Pflege erfährt, die der historischen Verantwortung gerecht wird und vor allem dauerhaft erkennen lässt, dass das Schicksal der Opfer gewürdigt wird.”

Die unterzeichnenden Organisationen des OFFENEN BRIEFES, Club STERN, VVN-BdA, Kinder- und Jugendring Bochum und “Bündnis gegen Rechts” erwarten nun eine schnelle Reaktion und eine gründliche Restauration dieser Grabstätten.