Gedenkrundgang zum Tag der Befreiung

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring laden am Freitag, 07. Mai um 15.00 Uhr auf dem Friedhof am Freigrafendamm ein zu einer Gedenkveranstaltung an den 76. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg: Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zwölf Jahre lang sind Juden, Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle, Widerstandskämpfer und weitere Opfergruppen von den Faschisten brutal verfolgt worden.

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Mahnwache zum Holocaust-Tag

Um die 50 Menschen waren gekommen, um vor der Synagoge die Transparente mit 597 Namen von Bochumer Opfern des Faschismus in den Konzentrationslagern sichtbar zu machen.

In den anderen Jahren hat diese Aktion in der Bochumer Innenstadt stattgefunden und wurde begleitet von dem Verlesen der Namen der Opfer. Um den besonderen Bedingungen in Zeiten der Corona-Pandemie zu entsprechen, hatten dieses Mal Bündnis gegen Rechts, die VVN und die Antifaschistische Aktion Bochum, die gemeinsam Träger dieses Aktionstages sind, beschlossen, die Synagoge als Ort zu wählen und auf das Verlesen zu verzichten. Uli Borchers von Bündnis gegen Rechts: „Insgesamt bin ich schon zufrieden mit der Mahnwache. Es war richtig, dass wir sie gemacht haben und auch vor der Synagoge. Ich habe mich gefreut, dass auch Mitglieder der jüdischen Gemeinde teilgenommen haben. Aber es war natürlich nur ein „Ersatz“ für ein Auftreten in der Innenstadt. Da haben wir auch nicht immer Glücksmomente, aber das Erinnern an die Ermordung und die Befreiung der Deportierten und Inhaftierten benötigt „Öffentlichkeit“, Verteilung von Infoblättern und Diskussionen.“ Siehe auch Presseerklärung der Antifaschistischen Aktion und zur Bildergalerie

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8.Mai 2020-75.Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus : Dokumentation publiziert

Die Veranstaltung zum 75.Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus vom 8.Mai 2020 auf dem Freigrafendamm ist in einer Broschüre dokumentiert und wird ab heute publiziert und verteilt. Der Holocaustüberlebende Felix Lipski beschreibt das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen, Katja Wiemers und Moritz Ludwig von der Mansfeld Schule berichten über das Euthanasieopfer Theodor Welbhoff. Mit dem Widerstand von Bochumer Frauen haben sich Carola Horn und Karin Finkbohner vom Frauenverband Courage befasst. Marta Grabski von der Rosa Strippe machte auf die Menschen aufmerksam, die auf Grund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden. Bernd Dreisbusch von ver.di informierte über den Gewerkschafter Fritz Husemann und der Beitrag der VVN-BdA von Reinhard Junge stellte Erfahrungen mit dem Gedenken nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Kai Rawe als Leiter des Stadtarchivs schreibt seine Meinung über „Warum wir Erinnerung brauchen“.
Zu bekommen ist die Doku über die Geschäftsstelle des Jugendrings ( per Telefon 0234 – 51 64 61 56 oder per email info@jugendring-bochum.de und Uli Borchers unter 0176 5435 3746  und per email uli.borchers@bo-alternativ.de).
Broschüre als PDF-Datei []

27.Januar 1945 : Auschwitz-Befreiung – 27.Januar 2021 : Auschwitz-Gedenken und Abwehr von menschenfeindlichem Denken und rechter Gewalt

Antifaschistische Aktion Bochum, VVN-BdA und Bündnis gegen Rechts rufen auf zur Mahnwache am 27.Januar 2021 um 16.00 vor der Synagoge in Bochum. Am 27.Januar vor 76 Jahren wurden die letzten Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz von der Roten Armee befreit. Mit der Mahnwache am 27.Janur 2021 gedenken wir der fast 700 Frauen und Männern jüdischen Glaubens, die aus Bochum in die Vernichtungslager deportiert und ermordet worden sind und allen anderen Opfern des Faschismus. Eine Aktion in der Innenstadt, in der die Namen der Ermordeten verlesen worden wären, wird aus Gründen des Corona-Lockdowns nicht stattfinden. Auf der Mahnwache vor der Synagoge werden Transparente mit den Namen der ermordeten Frauen und Männer gezeigt. Damit halten wir die Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus wach.

Für die Verteilung in der Innenstadt war ein Flyer mit folgendem Text vorbereitet:

„Auch 76 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau haben wir keinen Grund zu feiern, sondern zu trauern und gedenken. Antisemitismus zeigt weiterhin in der deutschen Gesellschaft Kontinuität. Die zahlreichen Anschläge auf Jüdinnen und Juden sollten wir als Mahnung nehmen, dass das was geschehen ist, wieder geschehen kann.
Daher gedenken wir an dieser Stelle den letzten Überlebenden der Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, sowie den unzähligen Opfern des Faschismus:
Menschen, die auf Grund ihrer Religion, Abstammung oder, wie vieleRom*nja, auf Grund ihrer Herkunft qualvoll misshandelt und getötet wurden. Auch an jene, die auf Grund ihrer Art zu leben als „Asoziale“ diffamiert wurden und an jene, die wegen ihrer politischen Meinung, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer körperlichen oder mentalen Fähigkeiten verfolgt, deportiert, ermordet wurden. An all jene erinnern wir uns heute.
Es gilt, aus der Vergangenheit zu lernen. Unser Gedenken muss dazu genutzt werden, dass sich diese menschenverachtende Geschichte nicht wiederholt. Wir wollen daher hier ein klares Zeichen setzen, dass wir niemals vergessen werden, was war.
Denn auch heute noch, 76 Jahre nach der Shoah werden auf offener Straße Jüdinnen und Juden auf Grund des Tragens einer Kippa attackiert. Und auch heute zeigt sich wieder offen das Fortleben antisemitischen Verschwörungswahns. Die Verbreitung auf den Demonstrationen der sogenannten Querdenker oder in Manifesten extrem rechter Attentäter hat eine tödliche Vergangenheit.
Wir dürfen und können nicht zusehen, wie menschenfeindliches Denken oder Verhalten mehr und mehr Akzeptanz finden und sich immer weiter verbreiten. Wir dürfen es nicht zulassen, dass rechte Gewalt mehr und mehr Opfer findet. Es ist Zeit, zu handeln. Überlassen wir rechten Meinungen nicht das Feld, sondern treten wir offen für eine Gesellschaft ohne jegliche Diskriminierung ein.
Lassen wir es niemals zu, dass sich die Geschichte wiederholt und dass die Opfer von damals vergessen werden!
Nie wieder!
Kein Vergeben, kein Vergessen!

Antifaschistische Aktion Bochum
Bochumer Bündnis gegen Rechts
VVN-BdA“

 

AfD NICHT ALS NORMALITÄT AKZEPTIEREN!

Der Kulturbahnhol Langendreer hat sich von den Betreiberinnen der Kneipe in den Räumen des Bahnhofs getrennt. Wir finden diese Entscheidung richtig und unterstützen damit den Bahnhof Langendreer. Jede Nähe zur AfD oder zu anderen ultrarechten oder rassistischen Parteien und Gruppen muss unterbunden werden. In der AfD nehmen Menschen wie Björn Höcke Spitzenpositionen ein. Kein ernst zu nehmender Mensch bezweifelt, dass er Verbrechen der Nazis leugnet und zentrale Positionen der NSDAP teilt. Gerichtlich ist geklärt worden, dass man ihn ungestraft Faschist nennen kann. Der Einfluss seiner Position in der AfD wächst ständig und immer mehr AfD-Mitglieder arrangieren sich damit, dass diese Partei sich kaum noch von der NPD unterscheidet. Es ist besorgniserregend, dass die WAZ als einzig übriggebliebene Tageszeitung in Bochum die AfD regelmäßig unkritisch und wohlwollend kommentiert. Erklärte GegnerInnen der AfD werden dagegen angegriffen, wenn sie die AfD ausgrenzen. Die AfD und ihre SymphatisantenInnen werden dabei immer als Opfer dargestellt. Mit der Kampagne „Rathaus Nazifrei-keine Stimme für AfD und NPD“ hat ein breites Bündnis von Organisationen und Initiativen dazu beigetragen, dass AfD und NPD bei der Kommunalwahl in Bochum ein schlechteres Ergebnis erzielt haben als die AfD und andere ultrarechte Parteien im Ruhrgebiet. Auch außerhalb des Wahlkampfs müssen wir wachsam sein und dürfen die Existenz einer Partei wie der AfD nicht als Normalität akzeptieren. Dafür bedarf es immer einer so konsequenten Abgrenzung, wie sie der Bahnhof Langendreer vollzogen hat.

SOLIDARITÄT GEGEN EGOISMUS – BOCHUM NAZIFREI!

…unser Motto für die Kundgebung am 21.11.2020!
Mit einer Fülle von Transparenten werden wir mit über 20 Organisationen und Initiativen gegen die „querdenken“-Veranstaltung demonstrieren. Für diese Protestaktion gilt, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden. Deshalb mobilisieren wir keinen individuellen Protest von vielen Teilnehmenden, sondern wollen mit vielen Initiativen und Organisationen deutlich machen, wie breit der Protest ist. Dies ist für uns eine schmerzliche Einschränkung. Sie soll aber deutlich machen, dass wir die Gefährdung durch die Pandemie ernst nehmen. Der Sprecher der Gruppe „querdenken 711“ und Rechtsanwälte aus der rechten Szene sind als Redner auf dem Kirmesplatz angekündigt. Auf der Webseite der NPD wird für die Kundgebung geworben. Zu erwarten sind Teilnehmende, die eine „Corona-Diktatur“ beschwören, für die die „Corona-Pandemie“ nicht existiert und die Gefährlichkeit des Virus eine „Lüge“ ist. Mittlerweile haben sich diese Versammlungen und Demonstrationen zu einem Treffen rechter Organisationen und Parteien entwickelt. Wir haben noch gut die Reichsbürger in Erinnerung mit Deutschlandfahnen und der Reichskriegsflagge auf den Stufen des Reichstags. Die Demo von „querdenken“ in Leipzig vom 7.November war die Wiederholung von Berlin. Die Bochumer Gruppe „querdenken 234“ veröffentlicht im Internet ein Bild, in dem die Maskenpflicht das Gleiche ist wie der „Judenstern“, der im Faschismus verpflichtend getragen werden musste. Das am Mittwoch im Bundestag beschlossene Infektionsschutzgesetz wird von Querdenkern mit dem „Ermächtigungsgesetz“ von 1933 gleichgesetzt. Dies zeigt ihre politische Ahnungslosgkeit und die grundlegende Unkenntnis historischer Zusammenhänge. Dies macht Querdenken für Nazis attraktiv. Mit unserenTtransparenten werden wir zeigen, wie breit die Ablehnung der querdenken-Kundgebung ist.
Wir treten ein für „Bochum-Nazifrei!“