aktuell

 
Mittwoch 10.05.17, 20:05 Uhr

Opel-Betriebsrat setzt Zeichen gegen Rechts

Vor dem Opel-Warenverteilzentrum demonstrierten heute Betriebsratsmitglieder gegen die AfD und andere rechte Parteien. Sie hatten das Transparent vom Bündnis gegen Rechts auf der Demonstration am Samstag gesehen, gut gefunden und ausgeliehen. Jetzt hängt es an der Fassade des Gebäudes, in dem sich das Betriebsratsbüro befindet. Fotos von der Aktion wurden über diverse Verteiler geschickt und auf facebook veröffentlicht.

Dienstag 09.05.17, 20:02 Uhr

Gedenken an die Befreiung von Krieg und Faschismus macht aktuell viel Sinn


Felix Lipski, Wolfgang Dominik und Birgit Naujoks (v.l.n.r) regten am Tag der Befreiung zum Nachdenken an
Am gestrigen 8. Mai 2017 - dem 72. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus - hatte das Bündnis gegen Rechts (BgR) zu einem Rundgang auf dem Bochumer Friedhof am Freigrafendamm zu den Gräbern der Opfer von Krieg und Faschismus eingeladen. “Nur in den von der Wehrmacht der Hitler-Diktatur überfallenen Ländern”, so der Sprecher des BgR Uli Borchers, “hat dieser Tag noch einen geschichtlichen Stellenwert, an den in der Öffentlichkeit erinnert wird. Nicht mehr in Deutschland, nicht mehr in Bochum. 72 Jahre nach Ende des 2.Weltkriegs ist es aber falsch, die vom deutschen Faschismus begangenen Verbrechen zu vergessen.” (weiterlesen)

Donnerstag 04.05.17, 14:41 Uhr

8.Mai - Tag der Befreiung vom Faschismus

Der 8.Mai ist für uns der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Auch 72 Jahre nach Ende des 2.Weltkriegs in Europa (in Japan erst nach Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945) dürfen die ungeheuerlichen Verbrechen der faschistischen Diktatur nicht in Vergessenheit geraten. Mehr als 50 Millionen Menschen verloren durch diesen Krieg ihr Leben, mehr als 6 Millionen Juden wurden durch die Hitler-Diktatur ermordet, Millionen von sowjetischen Kriegsgefangenen wurden dem Tod durch Verhungern preisgegeben, und Hunderttausende von verschleppten ZwangsarbeiterInnen aus ganz Europa mussten in den Rüstungsbetrieben noch die Waffen herstellen, mit denen ihre Landsleute vernichtet werden sollten. Unser Gedenken an die Opfer schließt diejenigen ein, die aus humanitären und politischen Gründen Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben und dafür ermordet worden sind. Heute wehren wir uns gegen den verbreiteten Rassismus in der “Mitte” der Gesellschaft, gegen die parlamentarischen Vertreter dieses Rassismus, vor allem gegen die AfD. Die Strukturen der extremen, militanten Rechten (”Freie Kameradschaften”) tragen zusätzlich zur Spaltung und Verhetzung in der Bevölkerung bei. Mit dem “Bündnis  gegen Rechts” werden VVN-BdA und “Klub Stern” der jüdischen Gemeinde diesen Gedenktag ausrichten. Birgit Naujoks vom Flüchtlingsrat NRW hat als Rednerin zugesagt. Der Rundgang beginnt am 8.Mai um 16.00 am Haupteingang Freigrafendamm.

Freitag 21.04.17, 12:18 Uhr

GEFAHR FÜR VIELFALT? - PROGRAMM UND STRATEGIEN DER AFD

Das “Bochumer Bündnis gegen Rechts” und der Kinder- und Jugendring laden am Mittwoch, 26.April 2017 um 18.00 Uhr (!) herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein, um das Programm und die Strategien der AfD unter die Lupe  zu nehmen. Mitglieder der AfD hetzen immer wieder gegen Geflüchtete, gegen Muslime und Angehörige von Minderheiten und sie kokettieren mit rassistischen und völkischen Ressentiments. Die AfD ist gewerkschaftsfeindlich ud sie pflegt ein autoritäres Weltbild. Die Erinnerungsarbeit wird von den Funktionären der AfD als nicht mehr zeitgemäß gebrandmarkt. Die letzten Landtagswahlergebnisse und die Prognosen für die Landtagswahl in NRW und für die Bundestagswahl zeigen jedoch, dass sich mit rassistischen, antisemitischen und menschenfeindlichen Positionen beachtliche Wahlerfolge erzielen lassen. Eine Auseinandersetzung mit den Positionen der AfD ist ebenso wie die Entwicklung von Gegenstrategien und Gegenwehr notwendig. Diese Veranstaltung ist auch deswegen hochaktuell, weil der Bundesparteitag der AfD am 22./23.April Klarheit darüber schaffen wird, ob sich die völkisch-nationalistischen Positionen von Gauland, Höcke und Poggenburg durchsetzen. Mit Andreas Kemper wird ein Referent auftreten, der die Entstehung der AfD seit Jahren beobachtet und analysiert hat. Das Ergebnis der Veranstaltung soll nicht nur sein, genaueren Einblick in die Entwicklung der AfD zu bekommen. Es muss auch darum gehen, Ideen zu entwickeln und Vorschläge zu beraten, wie allen anderen rassistischen Organisationen Widerstand entgegengesetzt werden kann.

Freitag 03.02.17, 12:21 Uhr

KEINE HETZE GEGEN GEFLÜCHTETE! NATIONALISTISCHEN FORDERUNGEN ENTGEGENTRETEN!!

Am Samstag den 4.2 wollen “Die Repulikaner-REP” in Bochum auftreten. Die Versammlung am Kuhhirten ab 14.00 wird zur “Ruhr-Kundgebung” erklärt und ist ihr Auftakt zur Landtagswahl in NRW. Der Titel der REP-Veranstaltung ist “Identität bewahren - Rückführung statt Massenasyl”. Damit ist klar, was an Inhalten vorgetragen werden soll und findet -leider- seine Paralellen oder Vorgaben in der Politik von Bund und Land. Rückführung als verniedlichende Umschreibung für Abschiebung hatte gerade am 1.2. in Bochum seine spezielle Bedeutung. Viele Menschen haben am Mittwoch auf dem Rathausplatz demonstriert und wollten damit auf die politische Entscheidung des Rats einwirken, Abschiebungen nach Afghanistan mit allen rechtlich und politisch zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Das “sichere Herkunftsland” ist ganz sicher keines und Abschiebungen dorthin bedeutet für Abgeschobene ein sehr hohes Risiko für Leib und Leben:deshalb war die Aktion am Mittwoch unbestreitbar richtig. Die REP`s mit ihrer Kundgebung wollen die “rechte” Stimmung im Land verstärken, Ängste schüren und zur rassistischen Spaltung in der Gesellschaft beitragen. Ihr Rassismus und Nationalismus wird deutlich bei Parolen “Das Boot ist voll - die Kassen leer” und “Unser Volk zuerst”. Mitbeteiligt an der REP-Veranstaltung ist auch das Umfeld von “DaSKuT”, in Bochum hauptsächlich bekannt durch Branko Barkic, mehrfach angeklagt wegen Volksverhetzung  und Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. Außerdem sind zu erwarten RednerInnen der NPD, von Pro NRW, von PEGIDA NRW und von “Bürger gegen Politikwahnsinn” aus Essen. Letztere haben mehrfach schon vor Flüchtlingsunterkünften und gegen Geflüchtete demonstriert. Protest gegen diese Versammlung unterschiedlicher Gruppierungen aber der gleichen rassistischer Grundhaltung ist notwendig. Da es sich um eine öffentliche Parteiveranstaltung handelt, ist die ungehinderte Teilnahme möglich. Dazu rufen wir auf und hoffen, dass sich viele daran beteiligen. Die REP´s und ihre Unterstützer müssen sehen und hören, dass sie in Bochum auf deutliche Ablehnung stoßen. Zur Absicherung unseres Rechts auf freie Meinungsäußerung wird die “Bochumer Initiative Polizeibeobachtung” ein gute Unterstützung sein.