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Freitag 03.05.19, 11:05 Uhr

8.Mai-Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus! Wir zeigen auf, wer Widerstand geleistet hat!

Der 8.Mai 1945 war der Tag der Befreiung für alle diejenigen, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen überlebt hatten; für diejenigen, die in die Illegalität gezwungen waren und diejenigen, die mit dem gleichen Ziel, aber unterschiedlichen Aktionsformen den Faschismus bekämpft haben. Der 8.Mai ist der Gedenktag, um an die unsägliche Brutalität des Faschismus zu erinnern, der mit dem Anspruch der Eroberung der Weltherrschaft, der Zerschlagung des “Bolschewismus” und der Vernichtung der “jüdischen Rasse” den 2.Weltkrieg angezettelt hat. Das Resultat:mehr als 60 Millionen Tote und der millionenhafte Mord an den europäischen Juden. Millionen von Soldaten der Roten Armee sind als Kriegsgefangene in Lagern systematisch unversorgt geblieben und verhungert, Hundertausende von ZwangsarbeiterInnen wurden in Rüstungsbetrieben eingesetzt und starben an Unterernährung. Das Programm des Faschismus hieß “Vernichtung durch Arbeit”. Mitglieder demokratischer Einrichtungen, von Parteien und Gewerkschaften wurden in Konzentrationslagern zusammengepfercht und waren besonderer politischer Repression ausgesetzt. Der 8.Mai ist deshalb auch ein Gedenktag  für diejenigen, den den Faschismus nicht überlebt haben. An die Opfer des Faschismus zu erinnern ist nach wie vor richtig, die Brutalität der Täter zu beschreiben unverzichtbar, die Interessengleichheit von Kapital und Faschismus zu betonen notwendig für unsere Schlussfolgerungen aus dieser geschichtlichen Phase. Neben dem Erinnern und Gedenken an die Opfer wird das Thema der Wortbeiträge Widerstand gegen den Faschismus sein. Welche Formen des Widerstandes hat es in Bochum gegeben? Wer waren die Frauen und Männer, die sich nicht den Verhältnissen angepasst haben, zu Tätern, zu “Sieg-Heil”-SchreierInnen oder DenunziantInnen wurden? Was waren ihre Motive? Warum haben sie unter großen Risiken und immer unter der Angst vor Verrat, Entdeckung, Verhaftung und Verschleppung in Konzentrationslager ZwangsarbeiterInnen geholfen, Menschen in der Illegalität versorgt, Flugblätter hergestellt und verteilt? Frauen und Männer, die sich auf diese Weise dem Faschismus widersetzt haben, gab es auch in Bochum und ihre Gräber sind auf dem Freigrafendamm zu finden. Die richtigen Lehren aus dem Faschismus zu ziehen bedeutet viel mehr als die Standardworte “so etwas darf sicht nicht wiederholen”. Wir lernen am meisten, wenn wir alles über die Frauen und Männer erfahren, die den Faschismus grundsätzlich abgelehnt haben. Sie sind eine Orientierung und evtl. ein Vorbild, wenn wir heute gegen neofaschistische Organisationen ankämpfen müssen und den “Rechtsruck” in der Gesellschaft mit unserer Gegenwehr aufhalten wollen.

Sonntag 10.03.19, 09:22 Uhr
"Der Kampf um des Menschen Recht" (Fritz Bauer)

Der Terror des NSU
und der Kampf um die Wahrheit

Am Dienstag, den 19. 3. um 18.30 Uhr findet im Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstraße 175 eine Veranstaltung mit der Initiative “Keupstraße ist überall” und dem Projekt der interaktiven Fritz Bauer Bibliothek statt. Es geht konkret um den Terror des NSU und den Kampf um die Wahrheit einerseits  und generell um den Kampf um des Menschen Rechte. 1999 begann die Mord- und Terrorserie des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund), hier wurden 10 Menschen ermordet, 3 Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle durchgeführt und 43 versuchte Morde begangen. Obwohl es von Anfang an Hinweise auf rechtsextremistische Täter gab, wurden über viele Jahre Freunde und Angehörige verdächtigt und die Opfer kriminalisiert. Erst nach der Selbstenttarnung des NSU 2011 wurde im rechtsextremistischen Milieu ermittelt.Den Hinterbliebenen wurde „lückenlose Aufklärung“ versprochen und ein zäher Prozess um die Hauptangeklagte begann. Am Ende des Prozesses war die Enttäuschung groß; Von lückenloser Aufklärung kann keine Rede sein, es wurde mehr vertuscht als offenbart. An die „Trio-Theorie“ glaubt wohl nur die Bundesanwaltschaft, tatsächlich gibt es Hinweise auf ein großes Unterstützernetz bis in den Verfassungsschutz und Parteien wie die NPD. (weiterlesen)

Mittwoch 23.01.19, 10:57 Uhr

NIE WIEDER! KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN!

Vierundsiebzig Jahre nach der Befreiung der letzten Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gedenken wir an dieser Stelle der Opfer des Faschismus:Menschen, die aufgrund ihrer Religion, ihrer Abstammung oder ihrer Rasse qualvoll misshandelt  und getötet wurden. Auch an jene, die eine andere Art zu leben hatten und als “Asoziale” diffamiert wurden und an jene, die wegen ihrer politischen Meinung, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer körperlichen oder mentalen Fähigkeiten verfolgt, deportiert, ermordet wurden, erinnern wir. Unser Gedenken müssen wir dazu nutzen, dass sich solche menschenverachtenden Szenarien nie wieder wiederholen. Wir wollen ein klares Zeichen setzen, dass wir niemals vergessen werden, was war. Deshalb wollen wir mit diesem Gedenken mitten in der Stadt die Erinnerung an den Terror der Nazis und an die, die ihm zum Opfer fielen, wachrufen. Auch heute noch, 74 Jahre später, wird von Menschen mit rechter Gesinnung Stimmung gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen und/oder Religionen gemacht. Gleichzeitig werden Roma, die auch im Faschismus verfolgt und getötet wurden, auch heute noch von der deutschen Politik als Geflüchtete nicht anerkannt. Obwohl ihnen die bitterste Armut, Diskriminierung und rassistische Angriffe drohen, werden sie in angeblich sichere Herkunftsländer abgeschoben. In der Ukraine wurden in 2018 einige Roma bei einer Reihe von rechtsradikalen Angriffen verletzt, einer starb. Deutschlandweit kam es alleine bis zum dritten Quartal 2018 zu 583 politisch motivierten antisemitischen Straftaten. Bis zum Jahreswechsel wurden 150 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Viele rechte Gewalttaten werden nicht ausreichend aufgeklärt, wie die Anschläge des “NSU”. Dazu kommt die alltägliche Diskriminierung von Menschen durch Rassismus, Sexismus und andere Formen. Wir dürfen und können nicht zusehen, wie menschenfeindliches Denken und Verhalten mehr und mehr Akzeptanz finden und sich immer weiter verbreiten. Es ist Zeit, zu handeln. Überlassen wir rechten Meinungen nicht das Feld, sondern treten wir offen für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung ein. Lassen wir niemals zu, dass sich die Geschichte wiederholt und dass die Opfer von damals vergessen werden. Nie wieder, kein Vergeben, kein Vergessen!

26.Januar 2019 15.00 Kortumstrasse/Husemannplatz

Antifaschistische Aktion Bochum - Bochumer “Bündnis gegen Rechts”- VVN-BdA

Donnerstag 29.11.18, 11:57 Uhr

DER (ERSTE) AUSCHWITZ-PROZESS
UND DIE FOLGEN!

Der (erste) Auschwitzprozess begann am 20.Dezember 1963 in Frankfurt und endete mit den Urteilen am 19./20. August 1965. Angeklagt waren 22 Bewacher des Vernichtungslagers Auschwitz wegen Mordes. Nach 181 Verhandlungstagen, in denen 357 Zeugen-davon 211 Auschwitz-Überlebende-vor Gericht aussagten, wurden die Urteile gefällt. 6 Angeklagte wurden zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, 10 Angeklagte erhielten Freiheitsstrafen bis zu 14 Jahren, es gab 3 Freisprüche. Soweit die juristische Faktenlage. Zustande gekommen war der Prozess überhaupt nur durch die Beharrlichkeit und Hartnäckigkeit vom damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, dem es gegen massiven Widerstand aus dem Justizapparat gelungen war, 22 Einzelverfahren zu einem großen Prozess zusammenzuführen. So wurde aus Strafsachen gegen einzelne Angeklagte der Auschwitz-Prozess. (weiterlesen)

Donnerstag 15.11.18, 09:53 Uhr
Die NSU Morde & die staatlichen Einrichtungen

Empörung reicht nicht!

Das „Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ lädt am Donnerstag, den 22.11. um 18.00 Uhr bei ver.di, Universitätstrasse 76 zu einer Veranstaltung mit Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler ein, der Nebenklagevertreter im „NSU“-Prozess war und schreibt dazu: »Am 11.Juli 2018 endete nach über fünf Jahren Verhandlung der „NSU“-Prozess mit dem Urteil gegen die Hauptangeklagte Beate Tschäpe und vier weitere Angeklagte, die wegen Unterstützung des „NSU“ verurteilt wurden. Beate Tschäpe wurde verurteilt zu lebenslanger Haft, schuldig gesprochen des Mordes in zehn Fällen, die vier weiteren Angeklagten zu unterschiedlich langen Haftstrafen. Damit scheint die juristische Aufarbeitung der „NSU“-Morde und der von dem „Trio“ verübten Anschläge, Attentate und Banküberfälle abgeschlossen, die politische Aufarbeitung allerdings nicht. (weiterlesen)