NR. 47 / 16. November 2008
Bunt statt Braun
Kundgebung am 25. Oktober auf dem Dr. Ruer-Platz in Bochum.
Eine Stadt, die den Unterschied feiert und die Ähnlichkeit. Eine Stadt, die neugierig ist auf sich und andere.
Bilder: Bochumer Proteste gegen NPD-Aufmarsch
Hier finden Sie Bilder von den Bochumer Protesten gegen den NPD-Aufmarsch:
Kein Platz für Rechte
BOCHUM Ein eindrucksvolles Bekenntnis für Demokratie und Toleranz hat am Samstagmorgen Bochum abgelegt. 2000 Bürger, darunter viele Jugendliche, versammelten sich auf dem Dr. Ruer-Platz, um gegen einen zeitgleichen Naziaufmarsch zu protestieren.

Lautstarker Protest gegen Rechts mit Trillerpfeifen und "Nazis raus!"-Rufen aus voller Brust. Foto Walter
Das vom DGB geschmiedete “Bündnis gegen Rechts” machte deutlich, dass Nazis in der Stadt unerwünscht sind. “Wir wollen die Parolen nicht hören. Wir wollen ihre Märsche nicht. Wir können sie nicht ausstehen”, eröffnete der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund den Reigen der durchweg sehr engagierten Reden.
Unter dem tosenden Beifall der Menschen griff er das Motto der Kundgebung auf: “Wir sind Bochum, Nazis sind es nicht. Ich hoffe, wir werden so etwas nie wieder erleben.” Während Nazis in Bochum unerwünschte Personen seien, hieß Hermund die Migranten ausdrücklich willkommen. “Ihr gehört zu uns.” (weiterlesen)
“Wir wollen keine Nazis”
Die Proteste gegen den NPD-Aufmarsch am Samstag verliefen friedlich. 2000 Menschen zeigten auf dem Dr. Ruer-Platz: “Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht”.
“Wir wollen keine Nazis in unserer Stadt!” Dieses eindeutige Bekenntnis von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz zog sich am Samstag Vormittag wie ein roter Faden durch alle Reden, die auf der Demonstration gegen den etwas später hinter dem Hauptbahnhof startenden NPD-Marsch gehalten wurden. Rund 2000 Menschen hatten sich auf dem Dr. Ruer-Platz versammelt, um gegen “rechte Fanatiker und ideologisch Verblendete” (Scholz) zu protestieren - bunt und friedlich, wie es die zahlreichen Initiatoren von “Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht” gewollt hatten. (weiterlesen)




